Wie Afër Käufer und Verkäufer schützt

Aktualisiert am 4. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Auf Afër schreibst du im Chat der App, der gegen Bots, Links in der ersten Nachricht, Massennachrichten und unbeantwortete Folgenachrichten geschützt ist.
  • Die Nummer eines Privatverkäufers bleibt maskiert, bis ein angemeldeter Nutzer sie per Klick anzeigt, und Gäste sehen nie eine vollständige Nummer.
  • Bewerten können sich nur Käufer und Verkäufer, die den Kauf beide in einer Unterhaltung bestätigt haben.
  • Du kannst Anzeigen und Personen melden und im Chat blockieren, und das Afër-Team prüft die Meldungen.
  • Afër hat keinen Bezahldienst und keinen Käuferschutz, deshalb liegen Treffen, Prüfung und Bezahlung bei dir.

Wie schützt dich der Chat auf Afër?

Auf Afër kontaktierst du einen Verkäufer über den Chat in der App, und zwar immer zu einer bestimmten Anzeige. Du schreibst, ohne deine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse herauszugeben; dein Gegenüber sieht deinen Namen und die Anzeige, um die es geht. Alles, was du mit ihm vereinbarst, steht danach schriftlich an einem Ort.

Damit der Posteingang nicht mit Werbung und Betrugsversuchen vollläuft, gelten im Chat ein paar feste Regeln:

  • Nur mit bestätigtem Konto. Schreiben kann nur, wer angemeldet ist und seine E-Mail-Adresse bestätigt hat. Dazu bestätigst du, dass du mindestens 18 bist, und akzeptierst die aktuellen Nutzungsbedingungen.
  • Keine Links in der ersten Nachricht. Enthält deine erste Nachricht einen Link, lehnt die App sie ab und bittet dich, stattdessen nach dem Artikel zu fragen.
  • Erst eine Anfrage, dann warten. Als Käufer schickst du zuerst eine Nachricht. Weiterschreiben kannst du, sobald der Verkäufer antwortet. Ohne Antwort bleibt es in einer Unterhaltung also bei dieser einen Nachricht.
  • Grenzen für neue Unterhaltungen und Nachrichten. Wer ein Limit erreicht, sieht einen Hinweis und kann es später erneut versuchen. Das bremst Massennachrichten an viele Leute.
  • Der Verkäufer entscheidet. Auf eine neue Anfrage kann er antworten, um sie anzunehmen, oder den Absender melden und blockieren.

Fotos kannst du im Afër-Chat noch nicht verschicken; der Foto-Button zeigt „Bald verfügbar“. Den Artikel siehst du dir deshalb am besten beim Treffen genau an. Wechselst du zu WhatsApp, Viber oder einem Anruf, sagt Afër es selbst: Kontakt außerhalb von Afër ist nicht durch unseren Chat-Schutz abgesichert, zahle nie im Voraus. Schick auch dort keine Ausweisfotos, Kartendaten oder Codes, und halte Vereinbarungen trotzdem im Afër-Chat fest.

Wer kann deine Telefonnummer sehen?

Eine Telefonnummer im Profil ist freiwillig. Du kannst eine Mobilnummer aus dem Kosovo (+383) oder aus Albanien (+355) hinterlegen, Händler auch eine Festnetznummer nur für Anrufe, und unter „Erreichbar über“ wählen, ob man dich anrufen, per WhatsApp oder per Viber erreichen darf. Wer die Nummer sieht, hängt davon ab, wer fragt:

  • Privatverkäufer: Die Nummer bleibt maskiert, bis ein angemeldeter Nutzer auf „Nummer anzeigen“ klickt.
  • Händler: Angemeldete Nutzer sehen die Geschäftsnummer vollständig, ohne Klick.
  • Gäste: Wer nicht angemeldet ist, sieht nie eine vollständige Nummer, sondern höchstens den maskierten Hinweis oder die Bitte, sich anzumelden.

Das Anzeigen der Nummer eines Privatverkäufers ist begrenzt und wird protokolliert. Das soll verhindern, dass jemand Nummern in großer Menge sammelt. Nach einer Blockierung zeigt Afër keiner der beiden Personen mehr die Nummer der anderen an, egal wer blockiert hat.

Nach dem Anzeigen erscheinen nur die Buttons, die der Verkäufer erlaubt hat: „Anrufen“, „WhatsApp“ oder „Viber“. Denk daran: Rufst du an oder schreibst du dort, sieht dein Gegenüber auch deine Nummer. Vereinbarungen zu Preis und Treffpunkt hältst du am besten trotzdem im Afër-Chat fest.

Wann darf jemand eine Bewertung schreiben?

Auf Afër kann niemand einfach so Sterne verteilen. Eine Bewertung ist erst möglich, wenn beide Personen den Kauf in ihrer Unterhaltung bestätigt haben. So läuft das ab:

  1. Der Verkäufer markiert die Anzeige als verkauft und wählt unter „Käufer auswählen“ die Person aus seinen Chats. Auswählen kann er nur jemanden, dem er im Chat geantwortet hat.
  2. Der Käufer sieht im Chat „Kauf bestätigen“ und tippt auf „Ja, gekauft“.
  3. Ab dieser Bestätigung haben beide 14 Tage Zeit, sich gegenseitig mit ein bis fünf Sternen und auf Wunsch einem kurzen Text zu bewerten. Jede Seite bewertet einmal.
  4. Sichtbar werden die Bewertungen, sobald beide bewertet haben oder die 14 Tage vorbei sind.

Bis dahin sieht keiner die Bewertung des anderen, das erschwert reine Retourkutschen. Wichtig ist aber auch, was eine Bewertung nicht ist: Eine als „verkauft“ markierte Anzeige ist kein Beleg für eine verifizierte Transaktion, und in einer blockierten Unterhaltung kann niemand bestätigen oder bewerten. Wirkt eine Bewertung beleidigend oder falsch, kannst du sie im Profil über „Bewertung melden“ melden. Wie du als Verkäufer den Abschluss Schritt für Schritt in der App machst, steht in Sicher verkaufen.

Was verrät dir ein Profil über dein Gegenüber?

Tippst du in einer Anzeige auf die Karte des Verkäufers, öffnet sich sein Profil. Dort findest du keine Punktzahl, sondern Hinweise, die du selbst einordnen kannst:

  • Name, Gemeinde und „Mitglied seit“ mit dem Jahr, in dem das Konto angelegt wurde.
  • Das Abzeichen „Gewerblich“, wenn der Verkäufer sein Konto als Gewerbekonto eingerichtet hat, dazu die „Angaben zum Händler“ mit Adresse und, falls angegeben, Website und Öffnungszeiten.
  • „E-Mail verifiziert“, wenn die E-Mail-Adresse bestätigt ist. Das belegt den Zugriff auf diese Adresse, nicht die Identität oder das Eigentum am Artikel.
  • Sterne und Anzahl der Bewertungen oder „Noch keine Bewertungen“, darunter die „Bewertungen bestätigter Käufer“ mit ihrem Text.
  • „Antwortet innerhalb“ mit der typischen Antwortzeit, die erst erscheint, wenn genug beantwortete Unterhaltungen vorliegen.
  • Die übrigen aktiven Anzeigen des Verkäufers.

Afër zeigt bewusst keinen Vertrauenswert als Zahl und hat kein Abzeichen für eine Identitätsprüfung. Ein neues Profil ohne Bewertungen ist für sich allein kein Warnzeichen. Und wie es auf unserer Sicherheitsseite heißt: Kein Hinweis im Profil garantiert einen Kauf ohne Risiko. Woran du Betrug trotzdem früh erkennst, liest du in Gebraucht kaufen ohne Betrug.

Wie meldest oder blockierst du jemanden?

Melden geht an mehreren Stellen, immer mit dem Wort „Melden“:

  • Eine Anzeige: auf der Anzeigenseite über „Melden“.
  • Eine Person: im Profil über „Melden“ oder im Chat über ⋮ („Mehr“) und dann „Melden“.
  • Eine Bewertung: im Profil unter der Bewertung über „Bewertung melden“.

Eine einzelne Nachricht kannst du nicht melden. Schreibt dir jemand etwas Verdächtiges, meldest du die Person über das Menü im Chat. Du wählst einen Grund, etwa „Betrug oder falscher Preis“ oder „Verbotener Artikel“, und kannst Details ergänzen; danach siehst du „Danke, Meldung gesendet“. Zum Melden musst du angemeldet sein.

Blockieren kannst du im Chat über ⋮ und „Blockieren“. Danach kann keine Seite der anderen mehr schreiben, in dieser Unterhaltung kann niemand mehr einen Kauf bestätigen oder bewerten, und Afër zeigt keiner Seite mehr die Telefonnummer der anderen an.

Das Afër-Team prüft Meldungen. Es kann eine Anzeige entfernen oder ein Konto sperren, und jede solche Entscheidung braucht einen Grund, den die betroffene Person sieht. Eine entfernte Anzeige erscheint beim Verkäufer unter „Meine Anzeigen“ im Bereich „Von der Moderation entfernt“. Ein gesperrtes Konto sieht „Dein Konto ist gesperrt“, kann nichts mehr inserieren, schreiben oder kontaktieren, und seine Anzeigen sind nicht mehr sichtbar. Wer die Entscheidung für einen Fehler hält, kann sich bei Afër melden. Ein bestimmtes Ergebnis einer Meldung verspricht Afër nicht.

Was musst du selbst tun, um sicher zu handeln?

Afër bringt Käufer und Verkäufer zusammen, ist beim Geschäft aber nicht dabei. Es gibt keinen Bezahldienst, kein Treuhandkonto, keinen Versand, keinen Käuferschutz und keine Identitätsprüfung. Ein Link zu einer angeblichen „Afër-Zahlung“ ist deshalb immer gefälscht. Diese Regeln helfen dir; einige davon stehen auch in unseren Sicherheitshinweisen:

  • Triff dich an einem öffentlichen Ort, am besten tagsüber und mit einer Begleitung, und prüfe den Artikel, bevor du zahlst.
  • Bezahle erst bei der Übergabe, bar oder per Überweisung, die der Verkäufer sofort sieht, und nie im Voraus.
  • Bezahle nicht über Links, die dir unbekannte Personen schicken.
  • Teile im Chat keine Anmeldecodes oder -links, Passwörter oder Kartendaten, und schick keine Fotos deines Ausweises.
  • Halte Preis, Zustand und Treffpunkt im Afër-Chat fest, damit alles schriftlich bleibt.
  • Denk daran, dass „E-Mail verifiziert“ keine Identität bestätigt.
  • Melde verdächtige Anzeigen und Personen, statt einfach weiterzuscrollen.

Im Afër-Chat schreiben nur Käufer und Verkäufer miteinander; Afër selbst schickt dir dort keine Nachrichten. Gibt sich jemand im Chat als Afër aus und fragt nach deinem Passwort, deinen Kartendaten oder einem Code, den du per SMS bekommst, gib nichts heraus und melde die Person.

Alle Regeln auf einen Blick findest du in unseren Sicherheitshinweisen. Für Käufer lohnt sich Gebraucht kaufen ohne Betrug, für Verkäufer Sicher verkaufen.

Häufige Fragen

Kann ich über Afër bezahlen oder gibt es einen Käuferschutz?

Nein. Afër hat keinen Bezahldienst, kein Treuhandkonto und keinen Käuferschutz. Du zahlst direkt bei der Übergabe, und ein Link zu einer angeblichen Afër-Zahlung ist gefälscht.

Sieht jeder meine Telefonnummer?

Nein. Die Nummer ist freiwillig. Bei Privatverkäufern sehen sie nur angemeldete Nutzer und erst nach einem Klick auf „Nummer anzeigen“; die Nummer eines Händlers sehen angemeldete Nutzer vollständig. Gäste sehen nie eine vollständige Nummer.

Kann jeder eine Bewertung über mich schreiben?

Nein. Eine Bewertung ist erst möglich, wenn beide Personen den Kauf in ihrer Unterhaltung bestätigt haben. Danach haben beide 14 Tage Zeit, und jede Seite bewertet einmal.

Warum kann ich nach meiner ersten Nachricht nicht weiterschreiben?

Als Käufer schickst du zuerst eine Anfrage und wartest auf die Antwort. Sobald der Verkäufer antwortet, können beide weiterschreiben.

Was passiert, nachdem ich jemanden gemeldet habe?

Das Afër-Team prüft die Meldung. Es kann eine Anzeige entfernen oder ein Konto sperren, ein bestimmtes Ergebnis ist aber nicht garantiert. Willst du keinen Kontakt mehr, blockiere die Person zusätzlich im Chat.

Heißt „E-Mail verifiziert“, dass Afër die Person geprüft hat?

Nein. Das Abzeichen zeigt nur, dass jemand Zugriff auf diese E-Mail-Adresse hat. Es bestätigt weder die Identität noch, dass der Artikel der Person gehört.

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