Gute Produktfotos mit dem Handy

Aktualisiert am 6. Oktober 2026 · 8 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

  • Fotografiere tagsüber am Fenster, schalte den Blitz aus und wisch vorher die Kameralinse sauber.
  • Stell den Artikel vor einen ruhigen, aufgeräumten Hintergrund und räum alles weg, was nicht zum Verkauf steht.
  • Zeig Vorderseite, Rückseite, Seiten, Etikett und Zubehör und dazu etwas, das die Größe erkennen lässt.
  • Fotografiere jeden Kratzer und jeden Mangel aus der Nähe, damit beim Treffen niemand überrascht ist.
  • Auf Afër kannst du bis zu 8 Fotos pro Anzeige hochladen, und das erste wird in den Suchergebnissen zum Titelbild.

Wo findest du das beste Licht für Produktfotos?

Tageslicht kostet nichts und ist leicht zu haben. Kleinanzeigen schreibt in seinen Fototipps, dass Tageslicht das schönste und beste Licht für ein Anzeigenfoto ist, weil es am natürlichsten aussieht. Fotografiere also tagsüber und stell den Artikel auf einen Tisch oder auf den Boden nah ans Fenster.

Achte darauf, woher das Licht kommt. Samsung nennt in seiner Kamerahilfe die Menge an indirektem Licht das wichtigste Element jedes Fotos und erklärt, dass Licht, das direkt in die Kamera scheint, Teile desselben Bildes zu dunkel und andere zu hell machen kann. Lass das Licht also von der Seite oder von vorn auf den Artikel fallen, nicht von hinten. Scheint die Sonne direkt herein und wirft harte Schatten, warte ein wenig oder zieh einen dünnen Vorhang zu.

Kleinanzeigen rät außerdem, dass das Licht nicht aus verschiedenen Richtungen kommen und möglichst einheitlich warm oder kalt sein soll. Praktisch heißt das: Mach die Deckenlampe aus, wenn du am Fenster fotografierst.

Den Blitz lässt du besser aus, das empfiehlt auch eBay in seinen Fototipps. Auf glänzenden Flächen wie Displays, Glas oder Lack kann seine Spiegelung genau das Detail verdecken, das du zeigen willst. Auf dem iPhone wechselt das Steuerelement „Blitz“ über dem Kamerarahmen zwischen „Automatisch“, „Ein“ und „Aus“; stell es auf „Aus“.

Zum Schluss die Linse: Samsung warnt, dass eine schmutzige oder verschmierte Linse ein sonst gelungenes Foto ruinieren kann. Apple rät bei unscharfen Fotos, die vordere und hintere Kameralinse mit einem Mikrofasertuch zu reinigen, und Samsung empfiehlt ein weiches, trockenes Mikrofasertuch gegen Fingerabdrücke, Schlieren und Staub. Laut Googles Pixel-Hilfe können manche Hüllen und Zubehörteile die Linse verdecken; nimm eine dicke Hülle also ab, wenn sie stört.

Welcher Hintergrund lässt deinen Artikel wirken?

Der Hintergrund soll verschwinden, damit Käufer nur deinen Artikel sehen. eBay empfiehlt, Artikel in einer aufgeräumten Umgebung vor einem weißen oder neutralen Hintergrund zu fotografieren, und auch Kleinanzeigen nennt einen neutralen Hintergrund wichtig, damit Interessenten gleich sehen, was du anbietest. Ein Fotostudio brauchst du dafür nicht:

  • eine helle, leere Wand oder Tür,
  • ein Bettlaken oder eine Tischdecke ohne Muster,
  • einen großen Bogen Papier oder Karton für kleine Dinge,
  • einen hellen, freien Boden für Schuhe, Taschen oder Spielzeug,
  • das aufgeräumte Zimmer selbst bei Möbeln, die zu groß zum Umstellen sind.

Schau dir vor dem Auslösen das ganze Bild an: Andere Gegenstände, Kabel, Wäsche, Geschirr und Familienfotos gehören nicht hinein. Alles, was im Bild ist, kann die Frage aufwerfen, ob es zum Preis dazugehört. eBay rät außerdem, den Artikel in die Mitte zu stellen, das Bild möglichst auszufüllen und jeden Artikel einzeln zu fotografieren.

Welche Perspektiven und Details solltest du fotografieren?

Käufer können den Artikel nicht in die Hand nehmen, also müssen deine Fotos das übernehmen. eBay schlägt vor, alle Seiten zu zeigen, dazu eine Gesamtansicht und Nahaufnahmen von Etiketten, Aufklebern und anderen wichtigen Details. Mit 8 Fotos pro Anzeige auf Afër passt diese Checkliste gut hinein:

  • Die Vorderseite mit dem ganzen Artikel, dein wahrscheinliches Titelbild.
  • Die Rückseite und, wo sie Gebrauchsspuren zeigt, die Unterseite: Möbelbeine, Schuhsohlen, der Fuß einer Lampe.
  • Beide Seiten und bei Geräten die Anschlüsse und Tasten.
  • Das Etikett, Typenschild oder die Modellnummer, damit Käufer das genaue Modell nachschlagen können.
  • Alles, was dazugehört, etwa Ladegerät, Kabel, Fernbedienung, Anleitung oder Karton, zusammen auf einem Foto.
  • Etwas, das die Größe zeigt: den Artikel im Einsatz, neben einem bekannten Gegenstand oder mit einem Maßband.

Ein Foto vor neutralem Hintergrund verrät wenig über die Größe. Kleinanzeigen empfiehlt, den Artikel mindestens einmal im Ganzen vor neutralem Hintergrund und einmal „in Aktion“ zu zeigen, um eine Vorstellung der Proportionen zu vermitteln. Bei Möbeln schreibst du die genauen Maße zusätzlich in die Beschreibung.

Warum solltest du Kratzer und Mängel fotografieren?

Weil Käufer sie ohnehin sehen, spätestens beim Treffen. eBay rät zu Nahaufnahmen von Makeln, Schäden und Abnutzung und schreibt, dass Käufer eher mit ihrem Kauf zufrieden sind, wenn die Fotos alle Details zeigen. Ein Kratzer, der schon auf den Fotos zu sehen ist, ist beim Treffen auch kein Grund, den Preis neu zu verhandeln.

  • Dreh den Artikel, bis das Licht den Kratzer oder die Delle erfasst; frontal fotografiert können kleine Spuren schwer zu erkennen sein.
  • Geh nah heran, aber nicht zu nah. Samsung schreibt, dass seine Standardlinse am besten funktioniert, wenn das Motiv mindestens 12 Zoll (etwa 30 cm) entfernt ist; geh also lieber etwas zurück, statt zu nah heranzugehen.
  • Leg eine Münze oder deinen Finger neben kleine Spuren, damit Käufer ihre Größe einschätzen können.
  • Zeig Flecken, fehlende Teile und Risse im Display genauso offen und bearbeite sie nie weg.

Nenn jeden Mangel auch in der Beschreibung, damit Text und Fotos dasselbe erzählen. Wie du den Rest deiner Anzeige schreibst, steht in Eine Anzeige, die sich verkauft.

Welche Kameraeinstellungen am Handy helfen?

Einen Profimodus brauchst du nicht. Ein paar Grundlagen bringen mehr, und ihre Namen und Orte unterscheiden sich je nach Marke, Modell und Softwareversion; die Bezeichnungen unten sind also Beispiele.

  • Zum Scharfstellen tippen: Tipp auf dem Bildschirm auf den Artikel. Legst du auf dem iPhone den Finger auf den Fokusbereich, bis „AE/AF-Sperre“ erscheint, bleiben Fokus und Belichtung für die nächsten Aufnahmen gleich; auch bei Pixel-Handys tippst du zum Fokussieren auf das Motiv.
  • Hauptkamera statt Digitalzoom: Bleib bei 1x; beim iPhone nennt Apple das die Hauptkamera. Statt quer durchs Zimmer weit heranzuzoomen, geh lieber näher hin, nur nicht näher, als die Kamera scharfstellen kann. Samsung erklärt, dass der Digitalzoom das Bild beschneidet und vergrößert, was Details kosten kann.
  • HDR: Es hilft bei kontrastreichen Motiven, etwa wenn sich ein großes Möbelstück nur mit einem hellen Fenster im Hintergrund fotografieren lässt. Laut Apple nutzt das iPhone HDR automatisch, wenn es am wirkungsvollsten ist; auf iPhone 11-Modellen, dem iPhone SE (2. Generation) und dem iPhone 12 kannst du unter „Einstellungen“ > „Kamera“ „Smart HDR“ deaktivieren und HDR selbst steuern. Auf Android-Handys schau in den Kameraeinstellungen nach.
  • Keine Filter: eBay rät davon ab, Filter hinzuzufügen. Auf einem iPhone 12 oder älter wählst du beim Filter „Original“; auf neueren iPhones gilt ein fotografischer Stil für jedes Foto, bis du ihn änderst oder die Kamera schließt.
  • Ruhig halten: Samsung empfiehlt, das Handy so ruhig wie möglich zu halten und das Motiv gut zu beleuchten. Es hilft, die Ellbogen auf den Tisch zu stützen.

Lass RAW für Anzeigenfotos aus: Afër nimmt keine RAW-Dateien an, und laut Apple sind ProRAW-Fotos größere Dateien. Das normale Fotoformat deines Handys ist das richtige.

Wie funktionieren Fotos auf Afër?

Wenn du eine Anzeige aufgibst, kannst du im Schritt „Fotos“ bis zu 8 Fotos hinzufügen, mindestens eines ist Pflicht. Das erste Foto trägt die Markierung „Titelbild“ und erscheint auf deiner Anzeigenkarte in den Suchergebnissen. Die Reihenfolge legst du vor dem Veröffentlichen fest: Mit „Titelbild“ machst du ein Foto zum ersten, mit dem Pfeil „Nach links“ rückt es eine Stelle nach vorn. Hochgeladen werden die Fotos, wenn du auf „Anzeige veröffentlichen“ tippst, und danach lässt sich ihre Reihenfolge nicht mehr ändern.

Afër nimmt Fotos als JPG, PNG, WebP oder HEIC bis 8 MB pro Datei an. Vor dem Hochladen bereitet es jedes Foto auf deinem Gerät vor, und du siehst „Foto 1 wird vorbereitet…“. Danach zeigt Afër deine Fotos in der Größe, die zum jeweiligen Bildschirm passt, und laut Nutzungsbedingungen können hochgeladene Bilder technisch konvertiert, komprimiert oder in ihrer Größe angepasst werden. Verkleinern musst du die Fotos also nicht selbst, solange jede Datei unter 8 MB bleibt. Kann dein Gerät ein HEIC-Foto vom iPhone nicht lesen, schlägt Afër vor, auf dem iPhone „Einstellungen“ → „Kamera“ → „Formate“ → „Maximale Kompatibilität“ zu wählen und das Foto dann als JPG zu exportieren. Laut Apple verwenden danach alle neuen Fotos das JPEG-Format; du kannst das Foto also auch einfach neu aufnehmen.

Wähl lieber sorgfältig aus, statt alles hochzuladen: Jedes Foto zählt zu einer Grenze von 80 gespeicherten Fotos pro Konto, und auch die Fotos verkaufter oder gelöschter Anzeigen zählen weiter mit.

Prüf jedes Foto vor dem Hochladen auf persönliche Daten: Briefe oder Pakete mit deiner Adresse, Ausweise und Bankkarten, Gesichter anderer Menschen, eine Hausnummer, das Kennzeichen eines Autos, wenn es für den Verkauf nicht nötig ist, und Benachrichtigungen auf einem eingeschalteten Display. Achte auch auf Spiegelungen in Spiegeln, Glas und Bildschirmen. Die Nutzungsbedingungen von Afër bitten darum, keine personenbezogenen Daten in Bilder aufzunehmen, deren Veröffentlichung nicht erforderlich ist.

Häufige Fragen

Wie viele Fotos sollte eine Anzeige haben?

Afër erlaubt bis zu 8, eines ist Pflicht. Vorderseite, Rückseite, Seiten, Etikett, Zubehör und eventuelle Mängel ergeben schon sechs oder mehr, aber keine Zahl von Fotos garantiert einen Verkauf.

Soll ich den Blitz verwenden?

Besser nicht. eBay rät davon ab, und auf glänzenden Flächen kann die Spiegelung Details verdecken. Tageslicht vom Fenster ist die einfachere Wahl.

Kann ich das Titelbild nach dem Veröffentlichen ändern?

Nein, auch nicht über „Bearbeiten“ in „Meine Anzeigen“: Dort tragen hochgeladene Fotos die Markierung „Gespeichert“ und lassen sich weder verschieben noch entfernen, neue kommen hinten dazu. Wähl das Titelbild also, bevor du auf „Anzeige veröffentlichen“ tippst.

Warum nimmt Afër mein Foto nicht an?

Afër nimmt JPG-, PNG-, WebP- oder HEIC-Dateien bis 8 MB an. Eine größere Datei oder ein RAW-Foto funktioniert nicht; nimm das Foto im normalen Fotomodus des Handys noch einmal auf.

Darf ich Fotos aus dem Internet verwenden?

Besser nicht. Käufer wollen dein Exemplar sehen, und laut den Nutzungsbedingungen von Afër musst du sicherstellen, dass du die Bilder deiner Anzeige rechtmäßig verwenden darfst. Mach deine eigenen Fotos.

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